Die ABBUND Architektur- und Holzbau-Software in der Version 17 ist
ausgeliefert. Schon nach relativ kurzer Zeit wird einem versierten
Anwender klar, dass
dem Software-Haus S&S mit dem in weiten Teilen neu entwickelten Update
ein großer Wurf gelungen ist. Die frühe, bereits vor zehn Jahren
eingeleitete Entwicklung für Windows als dem kommenden, weltweit führenden
Betriebssystem, macht ABBUND auch heute noch zur einzigen „echten“ Windows-Anwendung
auf dem internationalen Markt. Ein Vorsprung, der selbst in einem Jahrzehnt
von der Konkurrenz nicht ausgeglichen werden konnte.
Um das hohe Niveau seiner Produkte zu halten, setzt S&S die neusten
Entwicklungswerkzeuge von Microsoft zur Programmentwicklung und zum Versionsmanagement
ein. Die Mitarbeiter des Hauses werden ständig und direkt durch Microsoft
auf diesen Tools geschult. Konsequent sind die Entwickler ihrer Philosophie
treu geblieben und haben neben der Implementierung von neuen, die Anforderungen
des Marktes berücksichtigenden Modulen die Software-Pflege in den
Vordergrund gestellt. So ist unter anderem die Eingabeunterstützung „Soft
Code Intelligent“ einer völligen Überarbeitung unterzogen
worden:
? die letzte Eingabe wird behalten;
? es kann bei der Planung ein fester Wert vorgegeben werden, auf den
ein standardmäßiger Rückgriff möglich ist;
? es gibt eine Plausibilitätsprüfung, die bei Eingabe unzulässiger
Werte eine Fehlermeldung ausgibt.
Die Maßeinheit für ein Projekt ist übrigens frei wählbar,
auch nicht-metrische Einheiten sind möglich.
Und noch eine Sicherung wurde eingebaut: die Kollisionskontrolle. Sie überwacht
Verschiebe-Aktionen (z. B. von Elementen im Dach- oder Wandbereich) auf ein möglicherweise
sich dadurch ergebendes Fehlen von Verbindungen - eine Funktion, die der Anwender
im mitunter hektischen Betrieb zu schätzen lernen wird.
Apropos Hektik: In vielen Büros hängt eine Karikatur, darauf ein Kerl
mit grimmiger Visage und darunter der aufmunternde Satz „Wir freuen uns über
Ihre Änderungswünsche!“ Das aber ist der Alltag, auch – und
gerade – im Baugewerbe. Die Entwickler bei S&S müssen den Seelenzustand
ihrer Kollegen an der Planungsfront sehr verinnerlicht haben. Denn ihr Produkt
zeichnet sich in außergewöhnlicher Weise durch Flexibilität und
intuitives Handling aus.
Die Angaben und/oder Eingaben werden direkt, sowohl grafisch als auch numerisch,
generiert. Es gibt keine zwingend vorgeschriebene Reihenfolge, in der dieses
oder jenes zu erfolgen hat. Alle sich in der weiteren Bearbeitung ergebenden Änderungen
werden in Echtzeit in das bestehende Modell eingefügt und unterliegen so
der unmittelbaren Kontrolle. Ebenso wird mit den erforderlichen Zeichnungen und
Maschinensteuerungen (CNC) verfahren: Sie werden unmittelbar aktualisiert und
stehen dem Anwender in der jeweils gültigen Version zur Verfügung.
Die verschiedenen |
Perspektiven in der 3D-Ansicht lassen sich schnell mittels
der Kursor-Tasten wechseln, auch dies ein Zuwachs an Vereinfachung und
damit an Komfort in der Handhabung. Insgesamt gibt es in der Version
17 von ABBUND
MEISTER über 40 Neuerungen, die in der Summe ein Update allemal lohnen.
Völlig neu ist die Anbindung der mobilen Aufmaßerfassung über
ein Pocket-PC (PDA) an ABBUND. Die vor Ort erhobenen Daten – Grunderfassung
der Außen- und Innenwände, Erfassung der Höhenpunkte sowie
die Profilerfassung (Kniestock, Pfetten, Sparren usw.) – stehen damit
der AV für das jeweilige Projekt auf Tastendruck im stationären Rechner
zur Verfügung. Die Zukunft wird zeigen, ob sich das PDA einen festen Platz
in der Jackentasche der Kollegen erobern kann. Die Voraussetzungen für
einen sinnvollen Einsatz auf dem Bau sind jedenfalls geschaffen.
Die Zukunft für eine weitere Neuheit aus dem Hause S&S hat bereits
begonnen: die des Moduls ABBUND BLOCKHAUS. Das Besondere an dieser Erweiterung
ist die Integration von vorprogrammierten Eckverbindungen. Dazu gehören
unter anderem der klassische Kreuzverband mit variabel einstellbaren Winkelmaßen
sowie der Anschluss mit Schwalbenschwanz. Außerdem gibt es die Option,
ABBUND BLOCKHAUS um individuelle Eckverbindungen erweitern zu lassen.
Die Frage, was der Anwender von einer modernen Software im Architektur- und
Holzbauwesen erwartet, wurde im Januar dieses Jahres konzentriert und praxisnah
beim 4. Holzbaupraxistag der Fachhochschule Augsburg beantwortet: Flexibilität
und eine intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche, die es gestattet,
die Leistungsfähigkeit der Software in ihrem gesamten Umfang schnell und
zielsicher abrufen zu können. In Augsburg ging es in diesem Sinne denn
auch zur Sache. An dem Musterprojekt, das von allen sechs teilnehmenden Software-Firmen
im Vorfeld der Veranstaltung gleichermaßen zu realisieren war, mussten
während der jeweiligen Präsentation auf Ansage Änderungen vorgenommen
werden. Das Fazit des Veranstalters am Ende des Tages lautete: „Die Aufgaben
wurden mal mehr mal weniger souverän gelöst, und nicht selten kamen
die Bearbeiter dabei ins Schwitzen.“ – Obwohl der S&S-Mitarbeiter
das Risiko einging, eine Beta-Version des aktuellen ABBUND Updates zu präsentieren,
blieb sein Hemd trocken. Seither sind rund vier Monate vergangen, vier Monate,
die – wie unschwer zu erkennen ist – dem Feinschliff an ABBUND
zugute gekommen sind.
Fazit: Durch die intuitive und interaktive Bedienung der Software ist ABBUND
relativ schnell und einfach zu erlernen. Wie die Zahlen des Vorjahres belegen,
erleichtert das komfortable Handling insbesondere denjenigen, die sich umorientieren
wollen, den oft, aus nachvollziehbaren, Gründen hinausgezögerten
Umstieg von herkömmlicher Software auf das S&S Softwarepaket. Im Jahre
2002 konnte S&S mehr als 1800 neue ABBUND-Anwender registrieren – in
der Mehrheit Umsteiger von Konkurrenzprodukten.
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